Berechnung der Grundsteuer

Das Bundesverfassungsgericht hatte die bisher angewendete Berechnung der Grundsteuer für verfassungswidrig erklärt. Die daraufhin beschlossene Grundsteuerreform ist ab dem 01.01.2022 relevant. Zudem bewirkt sie ab dem 01.01.2025 eine Neubemessung der Grundsteuer.

Daher werden erst ab dem 01. Januar 2025 die neuen Bewertungsregeln angewendet.
Bis dahin wenden Sie weiterhin das geltende Bewertungsrecht (lt. erweitertem Bewertungsgesetz BewG, überarbeitetem Grundsteuergesetz GrStG) mit folgender Formel an:

  1. Schritt: Grundsteuerwert ermitteln (Abgabefrist beim Finanzamt ist der 31. Oktober 2022)
  2. Schritt: Ermittelter Grundsteuerwert x Steuermesszahl = Grundsteuermessbetrag
  3. Schritt: Ermittelter Grundsteuermessbetrag x Hebesatz (wird nach 31.10.2022 erst beschlossen) = neuer Grundsteuerzahllastbetrag ab 2025

Das Grundsteuerreformgesetz (GrStRefG) stellt bzgl. der Bewertung der Immobilien auf ein wertorientiertes Verfahren ab.

Für bebaute Wohngrundstücke bildet ein vereinfachtes Ertragswertverfahren, bei den übrigen bebauten Grundstücken ein Sachwertverfahren die Grundlage für die Ermittlung des Grundsteuerwerts welcher bis 31.10.2022 einzureichen ist. Bei Land- und forstwirtschaftlichen Vermögenswerten wird hingegen dazu der Kapitalisierungsfaktor mit der Summe aller Reinerträge multipliziert, bzw. bei unbebauten Grundstücken der Bodenrichtwert mit der Grundstücksfläche multipliziert um den Grundsteuerwert zu ermitteln.

Für alle Verfahren werden im Wesentlichen statistische Größen bzw. öffentlich zugängliche, pauschalierte Eingangsparameter verwendet, sodass dann zukünftig (01.01.2025) eine Wertermittlung weitgehend automatisiert möglich ist. Aber 7 Länder haben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, zur Ermittlung des Grundsteuerwerts vom Bundesmodell abweichende Regelungen zu treffen: Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Saarland und Sachsen.

Finden Sie mehr Details und Vorlagen zur Erfassung kostenlos in unserem Servicebereich zum Download: Hier klicken

Aktuell befinden sich die endgültigen Formulare zur Berechnung der Grundsteuer noch in Ausarbeitung. Sobald uns diese zur Verfügung stehen informieren wir Sie hier ausführlich dazu.

Nehmen Sie aber auch gerne schon jetzt zum Thema Grundsteuer und Neuberechnung Kontakt zu uns auf unter:
empfang@stb-aust.de.

(Quellenauszüge Dez. 2021: https://dejure.org/gesetze/GrStG, DATEV eG, fino taxtech GmbH)

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